09.04.2007

Freesurf

von Thomas Rossacher

Mein Gott, war ich scharf. Die ersten hab ich, typisch Anfänger, noch im Supermarkt aufgerissen. Gleich nach der Kassa. Oder sie mussten schon an der Zimmertür dran glauben.
Dann kam die Technik dazu. Langsam auspacken, fein säuberlich hinlegen - und dann rein damit. Meine Spezis waren, na logo, auch dabei. Jeder hatte welche, prahlte mit ihnen. Das steigerte die Jagdlust. Die menge, die anfangs zählte, wich der Herkunft. Je ausgefallener, desto besser. Da traf es sich gut, dass ich als Oberstufler in vieler Herren Länder war. Etwa in England, wo ich abseits einer Messe im Rausch zulangte. Ich nahm sie sonder zahl. War anstrengend. aber auch schön.
Irgendwann einmal, ich glaube es war beim boarden in Tirol, ließ die Lust jedoch nach. ein Freund aus Düsseldorf hatte mich zwar mit ein paar neuen versorgt. Aus einem DER Tanztempel sogar. Doch der Reiz, der Stolz wollte sich nicht einstellen. Nicht mehr.
Das sollte so lange (=Jahre) dauern bis ich meine Frau kennen lernte. Die wunderbare! Sie spürte eine Freudenquelle auf, die ich eigentlich vergessen hatte. war nicht leicht für sie. Sie bastelte etliche Nächte daran. Mit Erfolg. FREESURF, das Pickerl meiner Boardmarke, strahlte nagelneu vom Auto. Sabine, ich liebe dich!

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