Der Aufkleber, in Österreich das Pickerl, wird als wichtiger Bestandteil unserer Alltagskultur seit langem vernachlässigt. Und das obwohl wir alle eine Menge Erfahrungen und Erlebnisse damit verbinden. Ans Federpinal oder die Kinderzimmertür hatten wir sicher welche geklebt, oft waren sie auch die ersten Distinktionsmerkmale, die uns von unseren furchtbaren Klassenkollegen unterschieden haben: Ich hör Mötörhead und du Nicole. Bäh.
www.pickerl.org versammelt Lieblingsaufkleber und vor allem die dazugehörigen Geschichten: Egal ob Erinnerungen an früheste erzieherische Maßnahmen (Helmi, Sumsi oder Sparefroh), sportliche Großereignisse (Innsbruck 1968, Fußball-WM 1978), Höchstleistungen der Ingenieurskunst (Großglockner Hochalpenstraße, Suezkanal), eine besondere Nahebeziehungen zur vorhandenen (Esso, Gulf) oder nicht vorhandenen Energie (Auto-Wochentagskleber der 70er-Jahre), besonders ausgeprägte Sammelleidenschaft (Panini), politische Motivation (Atomkraft Nein Danke, Nazi Go Home) oder einfach nur Konsumwahn (Humanic, Apple) – jede Geschichte soll erzählt werden, jeder Aufkleber seinen Platz bekommen.
Wie?
Ihr Lieblingsaufkleber fehlt? Dann werden Sie selbst Pickerl-Autor und senden Sie Ihre Geschichten oder Fotos an freundederrealitaet@gmail.com. Wir posten sie umgehend an dieser Stelle - ausgewählte Beiträge werden auch in der Printausgabe des Magazins The Gap veröffentlicht. Und sollten Sie in den Rubriken "Pickerl fehlt" und "Geschichte fehlt" Geschichten lesen und den dazugehörigen Aufkleber besitzen oder einen Aufkleber entdecken, zu dem Sie eine Geschichte erzählen wollen, - über Familienzusammenführungen freuen wir uns ganz besonders.
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